„Gemeinschaft – Individuelle Förderung – Gesundheit Wohlbefinden“

Schulen übernehmen Verantwortung
Eine Bildungsinitiative der Stiftung Brandenburger Tor

Johann-Thienemann-Oberschule



Tandempartner

Markus-Grundschule

Die Pädagogen übernehmen Verantwortung

Die Oberschule beherbergt eine Sprachförderklasse. Diese Klasse für „Seiteneinsteiger“ besuchen Kinder, die ausnahmslos aus Familien mit Migrationshintergrund stammen. Hier werden Jugendliche von der 7. bis zur 10. Klasse mit fehlenden Deutschkenntnissen aufgefangen. Ihre Sprachfertigkeiten reichen nicht, um dem Regelunterricht zu folgen.

Jahrgangsübergreifendes Lernen
In der Förderklasse wird jahrgangsübergreifend gelernt. Die Methoden der Lehrkräfte orientieren sich an der altersgemischten Zusammensetzung der Klasse. Da dieselben Lehrkräfte auch in der Oberschule unterrichten, werden die positiven Erfahrungen mit dieser Art des Lernens auf die ganze Schule übertragen. Die Förderklasse bereichert so die Unterrichtskultur der Oberschule. In der heterogen zusammengesetzten Förderklasse profitieren die Jugendlichen von einem effektiv strukturierten Sprachunterricht, der ihrem Spracherwerb zugute kommt.

Aktives Lernen
Die Jugendlichen lernen vor allem in Formen intensiver Kommunikation. Dabei wird auf das Sprechen besonderen Wert gelegt. Themen der Lebenswelt werden in direkter Diskussion bearbeitet. Auf diese Weise wird der Spracherwerb intensiviert.

Kollegialer Austausch
Die Lehrkräfte der Klasse tauschen sich regelmäßig aus und entscheiden, wann die Jugendlichen das erforderliche Sprachniveau erreicht haben, um eine Regelschule zu besuchen. Die Schüler bleiben bis zu zwei Schuljahre in der Förderklasse. Beim Übergang in die Regelschule werden die Schüler sensibel begleitet.

Schüler übernehmen Verantwortung

Im Verlauf eines Schuljahres werden Klassensprecher gewählt. Dafür wird ein authentisches Wahlverfahren „inszeniert“. Die Klassensprecher vertreten die Interessen aller Mitschüler. Auf diese Weise sollen die Jugendlichen an demokratische „Verkehrsformen“ herangeführt werden.

Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit Strategien der Konfliktbewältigung auseinander. Da die Klassengemeinschaft in der eingebetteten Förderklasse der Oberschule ständig wechselt, ist sie auf einen verantwortungsvollen Umgang miteinander angewiesen.

Schulleitung übernimmt Verantwortung

Die Haltung der Schulleitung ist offen und freundlich. Engagement wird honoriert. Lehrkräfte mit Ideen werden unterstützt, diese umzusetzen. Das freundliche Klima im Kollegium fördert die Einsatzbereitschaft und den kollegialen Austausch.

Eltern übernehmen Verantwortung

Die Eltern verstehen sich als Partner der Lehrkräfte. Zum Charakter der Förderklassen gehört der regelmäßige Austausch mit den Eltern. Gemeinsam wird der Zeitpunkt des Übergangs der Jugendlichen in die Regelschule festgelegt. Diese sind darauf angewiesen, dass die Eltern ihre Kinder bei der „Aufholarbeit“ unterstützen. Durch die Bereitschaft zur Mitwirkung, werden die Potentiale der Jugendlichen erkannt, und so deren Schullaufbahn optimal entwickelt.

Besonderheiten der Schule

Die Förderklasse beteiligt sich am BLK-Modellprogramm zur Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund FÖRMIG.

Zielsetzung bei der Zusammenarbeit

Sprachfördertraining für „Seiteneinsteiger“ in Klasse 5 und 6
Die Förderklasse nimmt Kinder schon aus der Grundschule auf und integriert diese frühzeitig in den strukturierten Spracherwerb. Dafür wird ein Zeitfenster verabredet.

Entwicklung eines schulübergreifenden Organisationsmodells
Langfristig soll die systematische Spracherwerbsförderung durch die Kooperation mit Grundschulen auf die Klassen 5 und 6 erweitert und organisatorisch aufeinander abgestimmt werden.

Übergänge optimieren
Durch die intensive Sprachförderung in Klasse 5 und 6 wird der Übergang in die weiterführende Schule optimiert. Die speziell ausgebildeten Lehrkräfte der Sprachförderklasse beraten die Grundschulkollegen bei der Schullaufbahnempfehlung der Kinder mit noch nicht ausreichenden Deutschkenntnissen bzw. der Kinder, die die schulübergreifende Sprachförderung in Anspruch nehmen. Damit soll ein möglichst niveauvoller Bildungsfortgang für die Kinder mit Migrationshintergrund ermöglicht werden.

Johann-Thienemann-Schule
Frau Maria Greckl
Karl-Stieler-Str. 10
12167 Berlin
T: 030 93951950
F: 030 93951949
Email: mgreckl@web.de
Homepage: http://www.johann-thienemann-oh.cidsnet.de/