„Den Einstieg in den Beruf erleichtern“

Schulen übernehmen Verantwortung
Eine Bildungsinitiative der Stiftung Brandenburger Tor

Berufsorientierende Schule Spremberg



Tandempartner

Heidegrundschule Spremberg

Die Pädagogen übernehmen Verantwortung

Die Schule setzt im fachlichen Unterricht berufsorientierende Schwerpunkte. Durch fächerübergreifende Projekte werden die Schülerinnen und Schüler auf die vielfältigen Anforderungen des Berufslebens vorbereitet. In Klasse 7 wird der Berufswahlpass eingeführt. „Spiel des Lebens“ ist ein konkretes Beispiel, bei dem die Schüler ab Klasse 8 in einer ganzen Woche und unter Einbeziehung vieler Fächer, Visionen, Wünsche, ihre persönlichen Stärken und Schwächen reflektieren. Ernstes Ziel dieses „Spiels“ ist, dass jeder seine persönlichen Zukunfts- und Berufsvorstellungen entwickelt. Solche auf den Beruf vorbereitende Aktivitäten werden in der 8. Klasse von einem „Trainingscamp“ ergänzt. Hier lernen Schülerinnen und Schüler der Spremberger Schule Berufsbilder kennen und erfahren diese bei Werkstattbesuchen praktisch. In Rollenspielen werden Bewerbungssituationen trainiert, werden Art und Weise des eigenen Auftretens reflektiert.

Für den fachlichen Unterricht stimmen sich die Lehrkräfte bei den Fachkonferenzen ab. Fähigkeiten und Fertigkeiten werden in praktischen Zusammenhängen unterrichtet. Fragestellungen aus der Berufswelt bestimmen zum Beispiel die Sachaufgaben in Mathematik.

Die jährliche „Ausbildungsbörse“ ist ein Höhepunkt dieser Berufsorientierung. Schülerinnen und Schüler der Klasse 9 organisieren sie selbstständig und lassen sich ihre dort unter Beweis gestellten Fähigkeiten zertifizieren. Zu dieser Börse werden Unternehmer aus der Region eingeladen (Vertreter von BASF und Vattenfall u.a.), sie stellen ihre Erwartungen und Anforderungen an künftige Auszubildende vor und tun dies anschließend auch in persönlichen Gesprächen mit den Schülern. Zur Börse sind Jugendliche und Eltern aus der gesamten Region eingeladen. Jedes Jahr kommen über 30 Unternehmen.

Mit den konkreten Ergebnissen der „Ausbildungsbörse“ nimmt auch die Lernqualität zu. Die Schüler verfügen über konkretes Wissen zu konkreten Anforderungen der ausbildenden Unternehmen und können diese auch in Gesprächen individuell reflektieren. Die Erwartungen und Anforderungen regen die Schülerinnen und Schüler an. Ihre Anstrengungsbereitschaft steigt.

Generell geht es den Lehrkräften und der Schulleitung um eine optimale Förderung der vorhandenen Potentiale. Durch eine Kooperation mit dem benachbarten Gymnasium wird der Übergang zur gymnasialen Ausbildung erleichtert und optimiert.

Schüler übernehmen Verantwortung

Unter dem Motto „Selbstverwirklichung“ ging es in einem Medienprojekt um das Thema „Werte“. Schülerinnen und Schüler drehten dabei einen Film mit dem Titel „Selbstverwirklichung“. Dieses Projekt reflektiert den Umgang mit Eigenverantwortung. Das Projekt wurde gemeinsam mit dem IKT Potsdam realisiert.

Die Schule hat einen Schülerrat. Die Treffen finden 14-tägig statt und werden von den Schülern selbstständig moderiert und protokolliert.

Schulleitung übernimmt Verantwortung

Die Schulleitung versteht sich als Teil eines Kollegiums, das Ideen entwickelt und umsetzt. Die Schulleitung sorgt für ein gutes Klima zwischen den Lehrkräften. Das Engagement jedes Einzelnen ist hoch.

Eltern übernehmen Verantwortung

Die Eltern treffen sich in diesem Schuljahr regelmäßig und werden sich verstärkt bei der Schulkonferenz einbringen. Durch das besondere Engagement eines Vaters sind die Eltern stark motiviert und nehmen ihre Rechte auf Mitbestimmung des Schullebens ausgiebig wahr.

Die Schulsozialarbeiterin lädt die Eltern regelmäßig zu „Themenrunden“ ein. Dabei werden die Eltern bei ihren Erziehungsaufgaben unterstützt. Gespräche der Eltern untereinander stehen im Vordergrund. „Hilfe zur Selbsthilfe“   unter diesem Motto treffen sich die Eltern alle vier Wochen.

Besonderheiten der Schule

Die Berufsorientierende Schule Spremberg ist Modellschule im Bündnis für Werteerziehung im Land Brandenburg. Derzeit wird ein Handbuch für den Umgang mit Werten in einer demokratischen Gesellschaft erarbeitet. Wertebildung wird an plausiblen Beispielen beschrieben.

Zielsetzung bei der Zusammenarbeit im Trio

Übergang von der Grundschule optimieren
Es gibt einen regen Austausch mit der Grundschule darüber, wie die aufgenommenen Schüler Stoff- und Lernlücken schließen und sozial optimal in die neue Schule integriert werden können.

Durchlässigkeit der Bildung erhöhen
Durch den engen Kontakt zum Gymnasium wird der Übergang in das Gymnasium weniger kompliziert. Ebenso individuell verträglich geschieht die Umschulung in die Berufsorientierende Schule.

Brücken bauen
Durch eine Verbindung von Grundschule, Gymnasium und Berufsorientierender Schule sollen die Möglichkeiten zur individuellen Entfaltung der Schülerinnen und Schüler entwickelt und ausgeschöpft werden.

Optimale Vorbereitung auf den Beruf
Durch eine aktive Elternschaft und ein vielfältiges Angebot zur Schulung von Selbsttätigkeit und zur Berufsfrühorientierung wird der Übergang in das Berufsleben erleichtert.

Berufsorientierende Schule
Wirthstraße 1
03130 Spremberg
Schulleiter: Frau Kerstin Berger
Telefon: 03563 2205
Fax: 03563 344059
E-Mail: bos-spremberg@t-online.de
Ansprechpartner: Frau Dagmar Kappert
Anzahl der Schülerinnen und Schüler: 290
Anzahl der Lehrkräfte: 35