Entwicklung von Zivilcourage ist ein wichtiges Bildungsziel!

Schulen übernehmen Verantwortung
Eine Bildungsinitiative der Stiftung Brandenburger Tor

Barnim-Gymnasium



Tandempartner

Grundschule im Grünen

Das pädagogische Personal übernimmt Verantwortung

Das selbstorganisierte Lernen stellt ein zentrales Paradigma der Lernkultur an der offenen Ganztagsschule dar. Die Kompetenzen zum selbstständigen Lernen werden bei den Schülern ab der Klassenstufe 7 kontinuierlich weiterentwickelt. Das pädagogische Kollegium hat dazu ein schulinternes Curriculum entwickelt, um den Schülern eine ausgewogene und auf die fachlichen Besonderheiten ausgerichtete Methodenvielfalt zu bieten. Im gesamten Kollegium besteht Konsens, dass Lernen durch die Erfahrung von Verantwortungsübernahme stattfindet. Um über die Erarbeitung von reinen Fachinhalten hinaus zu gehen, öffnet sich die Schule für das Gemeinwesen und holt Partner in die Schule. Das heißt unter anderem auch, dass  die Lernprozesse der Schülerinnen und Schüler außerhalb der Schule stattfinden. Hier spricht man von außerschulischen Bewährungsfeldern. Die Pädagogen prüfen in ihren Fachbereichen, wo sich solche Bewährungsfelder im Gemeinwesen ergeben, um diese dann für handlungs- und erfahrungsorientierte Lernprozesse zu nutzen. Sie verstehen sich selbst als Prozessbeobachter, Organisationshilfe und Mutmacher. Durch neue zeitliche Freiräume der offenen Ganztagsschule konnten die "Verantwortungsprojekte" als feste Angebote etabliert werden.

Beispiele für Verantwortungslernen

Die Barnim-Schule versteht sich als „Bündnis gegen Rechts“.  Die Schule ist beteiligt an der Initiative „Aktion Notausgang“, bei der von Rechten Verfolgte Zuflucht in der Schule finden können. Auf Stadtteilfesten organisieren die Schülerinnen und Schüler Infostände und Streetball-Tuniere, um auf diese Weise rechtsradikale Demonstrationen zu verhindern.

Ein Lotsenprogramm wurde entwickelt, damit neuankommende Schüler sich einfacher in die Schulgemeinschaft integrieren. Dabei übernehmen ältere Schüler die Verantwortung für Jüngere.

Es finden in und außerhalb der Schule Konzertaufführungen statt. Diese werden von Schülerinnen und Schüler in Kooperation mit Kirchenmusikern der Wartenberger Gemeinde getragen. Die Erlöse aus den Konzerten werden für die Finanzierung von Hilfsgütern nach Afrika genutzt.

Bei der Gestaltung des Schulgeländes

Bei der Gestaltung des Schulgeländes und der Innenräume der Schule wurden Eltern, Schüler und Schülerinnen mobilisiert, um mit Künstlern zusammen ein kreatives Ambiente zu gestalten.

Schülerinnen und Schüler übernehmen Verantwortung

Ideen für interessante Lernangebote werden von den Schülerinnen und Schüler selbstständig umgesetzt. Dabei greifen sie nur bei Bedarf auf die Hilfe der Lehrkräfte zurück. Im Rahmen der offenen Ganztagsschule haben sich auf diese Weise zahlreiche Angebote etabliert, die ohne direkte Mitwirkung von Lehrkräften stattfinden. Bei der Planung von Unterrichtseinheiten nutzen die Schülerinnen und Schüler ebenfalls das Mitspracherecht und bringen Vorstellungen zu den Lernprozessen ein. Dabei wird unter anderem das Prinzip „Lernen durch Lehren“ verwirklicht. Regelmäßig gehen die Jugendlichen der Schule selbstständig in die benachbarten Grundschulen und unterstützen das fremdsprachliche Lernen.

Schulleitung übernimmt Verantwortung

Die Schulleitung holt sich regelmäßig Rückmeldung vom Kollegium zur Optimierung des eigenen Führungshandelns. Institutionelle und persönliche Veränderungswünsche werden wahrgenommen und wenn möglich umgesetzt. Individuelle Stärken der Pädagogen werden in Mitarbeitergesprächen identifiziert und von der Schulleitung honoriert.

Zielsetzung im Rahmen der Mitwirkung am Programm

Umgang mit Heterogenität
Strategien zur individuellen Förderungen sollen weiterentwickelt werden. Dabei geht es der Schule um die Weiterentwicklung von binnendifferenzierten Unterricht und professioneller Lernbegleitung, um die Schülerinnen und Schüler stärker für ihre eigene Lernentwicklung zu sensibilisieren. Die Erfahrungen aus den Grundschulen sollten aufgegriffen werden.

Entwicklung von institutionalisierten Partizipationsstrukturen
Obwohl an der Schule das Mitspracherecht und die Gelegenheit für eine aktive Mitgestaltung von Lernangeboten bereits Normalität ist, sollen sich Gremien wie Klassenrat und Schülervertretungen etablieren. Bisher war die „Institutionalisierung“ nicht dringend erforderlich. Jedoch wird das als Bewährungsfeld für die Weiterentwicklung von Demokratiefähigkeit betrachtet.

Selbstorganisiertes Lernen
Die Weiterentwicklung von Vorstellungen und didaktischen Konzepten des selbstorganisierten Lernens ist für die Schule eine stetige Herausforderung. Aus diesem Grunde will das Kollegium sich ein immer breiteres Methodenwissen aneignen. Auch hierbei soll auf die Erfahrungen in der Grundschule zugegriffen und ein Katalog bereits vorhandener Kompetenzen zum selbstorganisierten Lernen bei Grundschülern gemeinsam erarbeitet werden.

Service-Learning
Es bestehen Vorstellungen darüber, dass man die Benefizkonzerte in Kooperation mit den Grundschulen neu ausgestaltet und damit ausweitet. Dabei geht es um die Einbindung von musikalischen Fähigkeiten der Grundschüler. Ältere Schüler übernehmen dabei Verantwortung für die Jüngeren.

Ausbau von Lese- und Sprachkompetenz
Angedacht ist, dass in den Klassen 5 und 6 gemeinsame Sprach- und Lesewettstreite stattfinden. Da das Barnim-Gymnasium in Klasse 5 und 6 einzügig ist, wäre eine Kopplung mit den kooperierenden Grundschulen günstig.

Barnim-Gymnasium
Ahrensfelder Chaussee 41
13057 Berlin
Tel. 9366690
Fax. 936669

Schulleiter Herr Schmidt-Ihnen
Ansprechpartner/innen: Frau Große, Frau Giebel, Herr Bukowitz
Schüler/innen: 1250
Lehrkräfte: 95