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Einzelergebnisse

Gesetzte Ziele für die Entwicklung im Programm

Die Schule unterstützt ihre Schüler bei einer besseren Berufsorientierung, indem sie ihnen durch die enge Kooperation mit dem OSZ eine aktive Planung alternativer Bildungsverläufe und eine zielorientierte Entscheidung ermöglicht. Dem Profil der Hugo-Gaudig-Schule entsprechend geht es auch um Erhöhung des Anteils von jungen Frauen in den MINT-Berufen (MINT = Mathematik, Informatik, Technik).


Erfahrungen an der eigenen Schule
Zu Anfang gab es Ängste der Kollegen bezüglich des Austauschs von Fachinhalten (z.B. von Klassenarbeiten) und befürchteter zusätzlicher zeitlicher Belastungen. Die Erweiterung der Berufsorientierung auf die ganze Schule erfordert organisatorische und strukturelle Anpassungen. Nach einem internen Klärungsprozess und Impulsen aus der Kooperation konnten diese Befürchtungen jedoch abgebaut werden. Die Kooperation fördert eine aktive Gestaltung der ab 2010 neu zu bildenden Integrierten Sekundarschule Hugo Gaudig.

Erfahrungen durch die und mit der andere(n) Schule

Treffen und Ergebnisse
In drei gemeinsamen Treffen der beiden Steuergruppen und einem Treffen der Fachbereichsleiter beider Schulen sind die Maßnahmenpläne für die MINT-Fächer und die Fächer Deutsch und Englisch die Maßnahmenpläne abgestimmt worden. Die Planungsvorgaben enthalten die inhaltlichen Arbeitsfelder, die genaue Zeitplanung und festgelegte Zuständigkeits- und Verantwortungsbereiche. Die Steuergruppenmitglieder sind sich einig, dass es sinnvoll und für die Schüler nützlich ist an den Schnittstellen beider Institutionen die vorhandenen Stärken und Vorerfahrungen der Lernenden, mögliche fachliche wie methodische Defizite als auch die in den weiterführenden Bildungsgängen erwarteten Kompetenzen zu identifizieren und aufeinander abzustimmen. Beide Schulen haben gute Erfahrungen damit gemacht, die jeweils vorhandenen rechtlichen Gestaltungsspielräume zu nutzen. So kann die HGS den berufsorientierenden Unterricht verstärken, und das OSZ profitiert von der Anpassung bzw. Koordination der schulinternen Curricula. Ein weiteres Ergebnis der Zusammenarbeit ist die Erkenntnis, dass zwei prozessbegleitende Evaluationen durch die Humboldt-Universität, die einerseits den Fokus auf die Berufsorientierung bei der HGS und andererseits auf eine Analyse der Ursachen für Schulabbrüche beim OSZ legen, wesentlich zur Qualitätsverbesserung der Kooperation beitragen. Deshalb haben sich die beiden Schulen auf eine gemeinsame Auswertung und Umsetzung der Ergebnisse der externen Evaluation geeinigt, die im November vorgestellt wurde.


Gewonnene Impulse durch die jeweils andere Schule
Aus den Ergebnissen der Evaluationen, den wechselseitigen Hospitationen der Schüler, der Auswertung der curricularen Abstimmung der Fachbereiche werden weitere Impulse zur Präzisierung der bisherigen Handlungsschritte und Maßnahmen erwartet. Die HGS bedauert den Mangel an vergleichbaren Ressourcen in manchen Bereichen (z.B. das Fehlen eines Qualitätsbeauftragten an der HGS).


Resümee
Die bisherige Arbeit zeigt, dass durch eine gezielte und nachhaltige Kooperation unterschiedlicher Bildungsinstitutionen die Erfolgschancen der Schüler verbessert werden können. Vor dem Hintergrund des gemeinsamen Ziels, die Bildungsverläufe von Schülern zu optimieren, entstehen nämlich Synergieeffekte zwischen den Akteuren (Kollegium, schulische Gremien, Betriebe) und werden bessere Entscheidungs- und Planungsgrundlagen für die beteiligten Schulen geschaffen. Um diese positiven Effekte auch auf Dauer zu erhalten und zu vertiefen, bedarf es einer bildungspolitisch unterstützten Kooperation zwischen den Sekundarschulen und den Oberstufenzentren.